Ackerbauempfehlung Schneckenkorn und Additive im August 2014

Der Witterungsverlauf dieses Jahres hat ein deutlich verschärftes Gefahrenpotential durch Schneckenfraß geschaffen. Selbst die zum Teil extremen Sommertemperaturen konnten das große Vermehrungspotential der Ackerschnecken sowie Wegschnecken nicht reduzieren. Die relativ unbeständige Witterung in einigen Regionen hat in den letzten Wochen dazu geführt, dass viele Jungschnecken die frisch gesäten Rapsbestände aufsuchen und bereits kurz nach der Saat Schäden verursachen.

Wichtig ist zurzeit die Schneckenkontrolle nicht zu vernachlässigen und gerade Schad anfällige Flächen besonders im Auge zu behalten. Das Auslegen von Kontrollfolien ist dazu sehr gut geeignet. Diese müssen allerdings immer wieder feucht gehalten werden, um auch die Schnecken zur Kontrolle unter der Folie zu halten, damit diese sich nicht in den Boden zurückziehen. Wenn erste Schnecken unter der Folie zu finden sind, muss auf frisch bestellten Rapsflächen sofort reagiert werden, da keine Schnecke toleriert werden kann. Eine ganz besondere Aufmerksamkeit muss auf Jungschnecken gelegt werden, die gerade geschlüpft und daher nur wenige Millimeter groß sind.

Bei der Wahl der Schneckenkörner ist darauf zu achten, dass die 5 wichtigsten Kriterien erfüllt sind, denn die Schnecken müssen selbstständig eine letale Dosis des Schneckenköders aufnehmen:

  • Attraktivität – Lockwirkung
  • Schmackhaftigkeit – Letale Aufnahmerate
  • Witterungsbeständigkeit – Wirkungsdauer
  • Streuverhalten – Streubreite und Verteilgenauigkeit
  • Nützlingsschonend – Erhalt eines optimalen Bodenlebens und wichtiger Gegenspieler für Schädlinge

Diese entscheidenden Faktoren für eine sichere und effektive Wirkung wird vor allem mit 5 kg/ha Metarex TDS erzielt (60.000 Köder/kg), das als einziges Schneckenkorn bis zum 31.12.2021 zugelassen ist. Die TDS-Technologie verbindet die wichtigen biologischen Prozesse mit der einzigartigen hochwertigen Köderqualität für die Metarex bekannt ist.

 

Aktuell stehen in vielen Betrieben die Glyphosat-Spritzungen zur Saatbett-Vorbereitung an. Die BVL hat im letzten Monat im Zuge der Erneuerung der Glyphosat-Zulassung durch die EU-Kommission eine Anwendung der Glyphosathaltigen Pflanzenschutzmittel auf 2 Anwendungen pro Jahr mit einem Abstand von mindestens 90 Tagen beschränkt. Gleichzeitig wurde die maximale Aufwandmenge auf 3,6 kg Glyphosat pro Hektar und Jahr begrenzt.  Durch diese Neuregelung ist es besonders wichtig, dass sofort hohe Wirkungsgrade bei der ersten Spritzung erreicht werden, denn eine erneute Glyphosat-Anwendung darf erst wieder nach 90 Tagen stattfinden. Ein wichtiger Grund für schlechte Wirkungsgrade ist sehr häufig die Wasserqualität des eingesetzten Spritzwassers. Je nach Region kann dieses einen sehr hohen pH-Wert und/oder einen hohen Wasserhärtegrad aufweisen. Glyphosat wird sehr schnell an Kationen im Spritzwasser gebunden (je härter das Wasser, desto mehr Kationen), die Spritzbrühe verliert deutlich an Wirkung und flockt im schlimmsten Fall aus. Es steht dann nur noch wenig bis gar kein Wirkstoff zur Bekämpfung von Ausfallgetreide, Ausfallraps oder Unkräutern und Ungräsern zur Verfügung. Hartes Wasser können Sie durch die Zugabe von X-CHANGE mit 0,1-0,25 l je 100 l/Wasser, entsprechend Ihrer Wasserqualität, neutralisieren und so die Wirkung von Glyphosat verbessern.

Weitere Effekte, die Sie mit X-CHANGE erzielen sind:

  • Wirkt befeuchtend
  • Verbessert die Benetzung
  • Senkt den pH-Wert
  • Reduziert die Schaumbildung
  • Stabilisiert die Spritzbrühe

2 l/ha Glyphosat (360g/l) ohne X-CHANGE           2 l/ha Glyphosat (360g/l) mit X-CHANGE

Unsere Produkte