Einfluss der Wasserhärte auf Pflanzenschutzmittel

In hartem Wasser befinden sich viele freie Calcium- und Magnesium-Kationen (positiv geladene Ionen), die sofort mit den negativen Ladungen der Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe im Spritzwasser reagieren. Dabei kann ein Kation mehr als zwei Wirkstoffmoleküle der Pflanzenschutzmittel binden. Sie bilden dadurch unwirksame Komplexe wie z. B. wasserunlösliche Salze und stehen nicht mehr zur Verfügung. Je mehr hartes Wasser man für die Spritzung einsetzt, desto mehr  Kationen sind im Wasser enthalten. Dies hat zur Folge, dass viel mehr aktiver Wirkstoff schneller gebunden wird. Es treten sichtbare Ausflockungen auf, die sich durch erneutes Mischen oder Umpumpen nicht wieder auflösen und Filter und Düsen verstopfen. Hartes Wasser behindert die Wirkstoffaufnahme in die Pflanze und destabilisiert Pflanzenschutz-Formulierungen. Anfällig für hartes Wasser sind u.a. Glyphosat, Sulfonylharnstoffe, DIM‘s und Phenoxy-Herbizide.

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