Carbonathärte und Nichtcarbonathärte

Carbonathärte (KH)

Die Carbonathärte bezeichnet die Konzentration an im Wasser gelösten Erdalkali-Ionen (in mmol/l). Die Ionen gelangen ins Wasser, weil Kalk (CaCO3) bzw. Dolomit (Ca-Mg-Mischcarbonat) im Gestein durch Kohlensäure aufgelöst wird und dabei lösliche Hydrogencarbonate (HCO3-) und Ca2+-Kationen entstehen. Die Kohlensäure stammt größtenteils von Bodenorganismen, die organisches Material abbauen und dabei Kohlendioxid (CO2, auch Kohlensäure genannt) bilden.

Kalk im Gestein + Kohlensäure + Wasser ➝ hartes Wasser (mit gelöstem Kalk)

Die Carbonathärte heißt auch „temporäre Härte“, weil die Hydrogencarbonate durch einfaches Kochen aus dem Wasser entfernbar und somit nur vorübergehend enthalten sind. Sie lagern sich dann als Kalk ab, auch als Kesselstein bekannt. In deutschem Leitungswasser beträgt die KH meist 60 % der GH. Beim Kochen des harten Wassers (100 °C) reagieren die Ca2+- und Mg2+-Kationen (positiv geladene Ionen) mit den vorhandenen HCO3--Anionen (negativ geladene Ionen) zu Calcium und Magnesiumcarbonat, dem Kesselstein. Dieser Kalk lagertsich an Wänden von Dampferhitzern und Rohrleitungen ab, wodurch der Wärmeübergang empfindlich herabgesetzt wird.

Nichtcarbonathärte (NKH)

Die NKH ist nicht durch Kochen entfernbar und heißt deshalb auch permanente Härte. Die NKH, auch „Sulfathärte“ oder „Mineralsäurehärte“ genannt, umfasst gelöste Sulfate, Chloride, Nitrate, Phosphate und Silicate. Die NKH entsteht zum größten Teil bei der Auflösung von Gips (Calciumsulfat), daher der Begriff „Sulfathärte“.

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